Berufsunfähigkeitsversicherung: Die Versorgungslücke

 

Die Versorgungslücke im Falle einer Berufsunfähigkeit ist aufgrund immer weniger staatlicher Leistung sehr hoch. Eine private Vorsorge ist wichtig, das weiß jeder. Nur hier stellt sich die Frage, wie hoch muss die monatliche Berufsunfähigkeitsrente sein? Auch wird immer wieder gefragt wie hoch die Rentenleistung bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt sein muss? Vorallem muss hier zwischen verschiedenen Berufsgruppen oder ob sie Angestellt oder Arbeiter sind.

 

Wie groß ist die Berufsunfähigkeitsversicherung Lücke bei Arbeitern oder Angestellten?

Als Angestellter oder als Arbeiter gibts eine einfache Faustregel: Bei einem Bruttoeinkommen von 2.500 Euro erhält man im Falle einer teilweisen Erwerbsminderung (man kann noch zwischen 3 und 6 Stunden täglich arbeiten) ca. 17% vom Bruttoeinkommen. Bei einer vollständigen Erwerbsminderung wären es ca. 34%. Hier entsteht eine Versorgungslücke von gut 1.500 Euro jeden Monat. Geht man bereits von einen Bruttoeinkomme nvon 3.500 Euro aus, besteht eine noch größere Versorgungslücke. Vorallem Angestellte und Arbeiter, welche nach dem 2.1.1961 geboren sind, erhalten nur noch eine Erwerbsminderungsrente, hier wird kein Berufsschutz mehr gewährleistet und die Deutsche Rentenversicherung leistet daher nur, wenn keine andere erdenkliche Tätigkeit auf den Arbeitsmarkt ausübbar ist, so kann ein Ingenieur auch als Pfördner versetzt werden.

 

BU-Rente Selbstständige / Freiberufer - gerade bei Berufsverbänden?

Hier unterscheidet man, ob und wie lange man in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat. Die Versorgungslücke ist in der Regel der Jahresgewinn geteilt durch 12 Monat. Hier ist eine Absicherung besonders wichtig, da hier oft gar keine staatliche Leistung zu erwarten ist. Es müssen mindestens 5 Pflichtversicherungsjahre ein Beitrag eingezahlt werden, sonst besteht überhaupt kein Versicherungsschutz. Auch hier greift die Rentenreform: Alle nach dem 2.1.1961 geborenen erhalten nur noch eine Erwerbsminderungsrente. Je höher das Einkommen bzw. der Gewinn, desto höher die Versorgungslücke. Zumal die Erwerbsminderungsrente an die Beitragsbemessungsgrenze von etwas über 5.000 Euro gekoppelt ist. So können Selbstständige oder Freiberuflicher mit langer Beitragszahlung auch nur eine sehr geringe Erwerbsminderungsrente erwarten. Gerade in dieser Berufsgruppe ist die Versorgungslücke am Größten. Auch bei den Versorgungskammern wurde die Erwerbsminderung bereits eingeführt.

 

Absicherung bei Beamte

Beamte bekommen vom Dienstherrn eine Dienstunfähigkeitsrente und benötigen zur Deckung der Versorungslücke eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Hier weiterführende Infos: https://www.dienstunfaehigkeitsversicherung24.com. Wenn ein Beamter eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, wo keine DU-Klausel enthalten ist, wird er häufig im Leistungsfall keine Leistung erhalten, da hier nicht der Dienstherr entscheidet sondern der Amtsarzt vom Versicherer.

 

Bis wann soll die Berufsunfähigkeitsversicherung laufen?

Das reguläre Endalter sollte 65 Jahre sein. Je nach Alter kann auch ein Endalter von 67 Jahre gewählt werden.  Da gerade in den letzten 15 Berufsjahren die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Berufsunfähigkeit durch Krankheiten zunimmt, empfiehlt es sich, möglichst lange evtl. sogarl "Lebenslangen" Versicherungsschutz zu wählen. Einige Anbieter gewähren bei einer Berufsunfähigkeitsrente eine lebenslange Rentenzahlung, dies ist zwar etwas teurer, aber durchaus sehr sinnvoll!