Die Erwerbsunfähigkeit

 

Eine Erwerbsminderung tritt ein, wenn aus gesundheitslichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. In der Regel erhalten Angestellte und Arbeiter eine Erwerbsunfähigkeitsrente von der BFA bzw. von der gesetzlichen Rentenversicherung. Alle vor dem 2. Januar 1961 geborenen haben jedoch noch eine Sonderregellung, welche sich als "Berufsschutz" bezeichnet. Alle ab dem 2. Januar geborenen jedoch, erhalten diesen Berufsschutz nicht mehr. Selbstständige und freiberuflich tätige Menschen, welche nie in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben, erhalten keine Erwerbsminderungsrente. Hier hilft nur eine private Vorsorge, z. B. durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

 

Teilweise Erwerbsminderung:

Liegt dann vor, wenn man auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, unabhängig vom erlernten Beruf, nur noch drei bis sechst Stunden täglich tätig sein kann. (§43 SGB VI)

 

Vollständige Erwerbsminderung:

Liegt dann vor, wenn man auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, unabhängig vom erlernten Beruf, weniger als drei Stunden täglich tätig sein kann.

 

Wer beurteilt die Erwerbsunfähigkeit?

Ob und wie lange man noch auf dem Arbeitsmarkt tätig sein wird oft durch Ärzte vom Rentenversicherungsträger beurteilt. Bei Bedarf kann noch eine Unterstützung durch externe ärztliche Gutachter erforderlich sein. Oft kann es hier zu langjährigen Rechtstreitigkeiten vor den Sozialgerichten kommen. Hier wird empfohlen einen fachkundigen Rentenberater, einem Sozialverband oder ein Fachanwalt für Sozialrecht heranzuziehen.