Was passiert, wenn der Versicherungsfall zu spät gemeldet wird und wird rückwirkend geleistet?

 

Die Meldung des Versicherungsfalles sollte umgehend erfolgen, da sonst der Beginn des Versicherungsfalles erst später erfolgen kann. Das kann zu einer Leistungseinbuße führen. In der Regel leistet der Versicherer erst dann, wenn der Versicherungsfall eingetreten ist, mit Ablauf eines Monats. Falls eine Karenzzeit vereinbart worden ist, dann erst mit Ablauf. Daher ist es außerdem wichtig, dass der Anbieter von der Berufsunfähigkeitsversicherung hier mindestens drei Jahre rückwirkend eine Leistung auszahlt. Denn häufig vergeht eine längere Zeit, bis tatsächlich der BU Fall eingetreten ist. Gleiches gilt, wenn der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall zu spät meldet und er aber beweisen kann, dass während der Zeit entsprechend eine ununterbrochene Berufsunfähigkeit bestanden hat.

 

1. Mindestkriterium: Rückwirkende Leistung für mindestens drei Jahre

Der Versicherer sollte mindestens für drei Jahre leisten, wenn dieser Punkt mindestens eingeschränkt erfüllt wird, ist dies ein wichtiger Punkt für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Beweispflicht trägt jedoch der Versicherte, da er den Versicherungsfall entsprechend spät gemeldet hat. Kann er dies jedoch beweisen, dass die ununterbrochene BU bestand, so leistet der Versicherer entsprechend mind. 3 Jahre rückwirkend.

 

2. Wird bei einer ununterbrochenen Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit rückwirkend von Beginn an geleistet?

Ja, ein guter BU Anbieter leistet von Beginn an. Häufig ist nicht von Anfang an zu erkennen, ob tatsächlich eine Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit vorliegt. Wird die "Fortdauer des Zustandes" als Berufsunfähigkeit erkannt, so leistet normalerweise der Versicherer dann ab dem 7. Monat. Eine kundenfreundliche Regellung, welche manche BU Anbieter haben, zahlen in diesem Fall rückwirkend und somit von Beginn an die versicherte Berufsunfähigkeitsrente.

 

3. Werden die Beiträge ab dem Zeitpunkt der Leistungsmeldung weiterhin gezahlt?

In der Regel werden die Beiträge bis zur Entgültigen Entscheidung weiterhin geleistet. Tritt dann der BU Fall ein, so werden die Beiträge zurückerstattet. Einige Versicherer bieten an, dass während der Überprüfungsphase die Beiträge "gestundet" werden.

 

4. Verzichtet der Versicherer auf eine Meldepflicht, wenn gesundheitliche Verbesserungen im Leistungsfall eintreten?

In der Regel muss der Versicherte seinem Versicherungsunternehmen eine Verbesserung im Leistungsfall melden. Vielen ist daher nicht klar, dass eine gesundheitliche Verbesserung dazu führen kann, dass die Leistungspflicht des BU Versicherers entfallen kann, wenn der Leistungsgrad unterschritten wird. Allerdings haben die Versicherer ein Nachprüfungsrecht und können jederzeit selbst den Gesundheitszustand des Versicherten überprüfen.